Menü

Kompetenzen systematisch aufbauen und trainieren – 
nach einer Methodik, die funktioniert

Was können und sollen Kinder und Jugendliche lernen? Bildungsstandards geben Orientierung und formulieren welche Kompetenzen die Schüler erwerben sollen. Für die Planung, Durchführung und Weiterentwicklung eines veränderten Unterrichts bieten Ihnen die praxisorientierten Unterrichtsmaterialien der Reihe "Klippert" praktische Hilfen für die Umsetzung an.

 

Lern- und Methodenprogramm

Die Hefte beruhen auf dem Lern- und Methodenprogramm von Dr. Heinz Klippert. Die Materialien unterstützen die Schüler auf ihrem Weg zum vielseitigen Kompetenzerwerb. Die Schüler müssen lesen und nachschlagen, schreiben und zeichnen, markieren und exzerpieren, strukturieren und visualisieren, vortragen und argumentieren, kooperieren und präsentieren, diskutieren und Probleme lösen – kurzum: Sie müssen die Inhalte vielseitig erschließen und anwenden. Auf diese Weise wird dem Aufbau „intelligenten Wissens“ als auch der verstärkten Methodenschulung Nachdruck verliehen.
Die Schüler lernen nicht nur fachspezifische, sondern auch fachübergreifende Fähigkeiten und Fertigkeiten. Ihnen wird ein Mehr an Offenheit zugemutet zugleich aber auch unterstützende und reglementierende Lehrerlenkung angeboten. Gelenkt wird durch Material-, Zeit-, Produkt- und sonstige organisatorische Vorgaben, nicht aber durch offensive Belehrung und Ergebnisdarbietung. 

Im Zentrum dieser Lernarbeit stehen die so genannten Lernspiralen. Diese werden in den vorliegenden Lehrermaterialien dokumentiert. Eine Lernspirale zeichnet sich also dadurch aus, dass die Schüler ein überschaubares Material/Problem mehrstufig bearbeiten und dabei sowohl inhaltliche als auch methodische, kommunikative und teamspezifische Kompetenzen „pflegen“.

Ein Beispiel zu dieser Lernorganisation
Ausgangspunkt ist eine konventionelle Lehrererzählung zum Leben der Ritter auf Burg Trifels. Die Schüler müssen im ersten Arbeitsschritt zuhören und mitschreiben. Im zweiten Schritt folgt eine ‚Nachhilfephase’ in 3-er-Zufallsgruppen. Fragen und Unsicherheiten werden behoben. Im dritten Arbeitsschritt muss jeder Schüler eine persönliche Mind-Map zum Ritterleben erstellen. Auf dieser Basis hält er im vierten Arbeitsschritt einen kleinen Vortrag gegenüber einem Zufallspartner. Im fünften Schritt werden einzelne Schüler ausgelost, die ihren Vortrag nochmals im Plenum halten müssen. Im sechsten und siebten Arbeitsschritt schließlich können Frage-Antwort-Kärtchen zum Leben der Ritter auf Burg Trifels erstellt und in einer regelgebundenen Quizrunde vertiefend abgerufen werden. Nachträge von Lehrerseite runden das Lerngeschehen ab. 

Derartige Lernspiralen stehen im Zentrum der Hefte. Sie fordern und fördern Schülerkompetenzen, die nachhaltiges Lernen und breit gefächerten Methodenerwerb sichern. Sie betonen tätiges Lernen und wechselnde Sozialformen, Zufallsverfahren und Kleinschrittigkeit, Produktorientierung und Helferprinzip, Methodenvielfalt und gezielte Rahmenlenkung der Lehrerseite. Gelernt werden also nicht nur Inhalte, sondern auch und zugleich grundlegende Arbeits-, Kommunikations- und Kooperationskompetenzen.

Die skizzierte Lernarbeit verschafft den Schülern nicht nur intensive fachliche Einblicke, sondern trägt auch und zugleich dazu bei, dass sie methodisch versierter und routinierter werden. Sie gewinnen an Selbstständigkeit und erzielen deutliche Fortschritte in punkto Motivation, Kommunikation, Präsentation und Teamarbeit. Pluspunkte ergeben sich aber auch für die Lehrerseite. Die auf eigenverantwortliches Arbeiten und Methodenschulung setzenden Lehrkräfte vermelden spürbare Entlastungseffekte im Unterricht. Der Grund dafür: Die Schüler nehmen sich wechselseitig in die Pflicht; sie helfen, fordern und disziplinieren sich gegenseitig. 

Die Hefte zeigen in anschaulicher Weise einen gangbaren Weg zu eigenverantwortlichem und ganzheitlichem Lernen. 

Die Schüler aktivieren...
Mit den „Lernspiralen“ bohren sich die Schülerinnen und Schüler förmlich in ein Thema hinein. Sie arbeiten aktiv und weitestgehend eigenständig an einem Thema. Die „Lernspiralen“ liefern ihnen Schritt für Schritt klare Aufgabenanweisungen, so läuft der Unterricht diszipliniert ab. Ihre Schülerinnen und Schüler trainieren in ständig wechselnden Sozialformen alle wichtigen übergeordneten Kompetenzen:
Präsentieren, Texte lesen und markieren, strukturieren, Diagramme lesen und bewerten u.v.m. Sie werden so fit gemacht für die Anforderungen der neuen Bildungsstandards und nicht zuletzt für die Anforderungen in Alltag, Beruf und Studium. Ausgeklügelte „Zufallsgeneratoren“ sorgen dafür, dass auch jeder wirklich „dran kommt“ und gefordert wird.
Und nicht zuletzt werden die Schüler selbst als Helfer und „Miterzieher“ in den Unterricht mit eingebunden und so wiederum aktiviert und motiviert.

...den Lehrer entlasten...
In den Lehrermaterialien werden die „Lernspiralen“ ausführlich erläutert – sie stellen eine klare Ablaufstruktur, einen Fahrplan für Ihren Unterricht dar und bieten Ihnen eine erhebliche Entlastung in Unterricht und Vorbereitung. Durch die eigenständige Arbeit der Schüler können Sie in Ihrem Unterricht immer mehr zum Moderator werden – und einzelne Schüler individueller fördern und fordern.

Biografie zu Heinz Klippert
Dr. Heinz Klippert ist ausgebildeter Lehrer, Wirtschaftswissenschaftler und Soziologe. Er unterrichtete mehrere Jahre an einer Gesamtschule in Hessen. Seit rund 30 Jahren ist er am Lehrerfortbildungsinstitut der evang. Landeskirche in Landau tätig. Er zählt zu den renommiertesten Experten für Unterrichtsmethodik und -entwicklung.